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Sparx007

(Newbie)

Hallo zusammen,

ich habe viele Fragen zu dem oben genannten Thema. Wir planen gerade unser neues Zuhause und dabei sind wir mehr oder weniger durch Zufall auf die Alternative den Grundofen als Alleinheizung zu nutzen. Wir bauen das Haus zusammen mit der Familie. Geprägt durch eine "Zwangsumsiedlungen" in den vergangenen Jahren sind wir mittlerweile richtig gut darin zwinkern

Für den Bau haben wir eine detaillierte Kostenberechnung, basierend auf Erfahrungswerten eines früheren Baus (ca.4 Jahre) durchgeführt (Preissteigerungen natürlich berücksichtigt). Für die Heizungsanlage haben wir ca. 15000€ eingeplant.

Noch kurze Informationen zum geplanten Haus:
Derzeit wird eine Bestandsimmobilie abgerissen. Noch kein Bauantrag gestellt, daher noch Freiraum bei der Planung . 158m², Porenbeton, 14cm Dämmung, 2cm Luft, 10cm Handstrich-Klinker, zwei volle Geschosse ohne Keller.

Jetzt meine Fragen:
Der Ofen muss funktionieren! Daher wollen wir diesen von einem guten Ofenbauer inkl. Absorber bauen lassen. Alles weitere wollen wir jedoch selber machen. Hat das so schon jemand gemacht? Wir würden die Anlage natürlich abnehmen lassen!

Würden wir mit dem Budget auskommen, wenn nicht wie viel müssten wir ca. anlegen?

Leider haben wir noch keine Wärmebedarfsrechnung, da wir noch weit von der Rohbaufertigstellung sind. Hat jemand vergleichbare Bedingungen und betreibt eine Alleinheizung? Wie groß wird ein solcher Ofen ca.?

Wichtig vor allem, dass wir keine 18-20rm Holz pro Jahr verbrauchen. Haben uns bereits bei einem Bekannten ein ähnliches System leider ohne Grundofen angesehen und er hat die oben genannte Summe an Holz p.a. genannt -.-

So, ich hoffe ihr könnt uns weiterhelfen und ich hoffe, das wir den Grundofen gegen die Gastherme austauschen könnten freuen

Viele Grüße
Sparx
06.02.11, 01:05:46

Kelpin

(Moderator)

geändert von: Kelpin - 06.02.11, 12:27:42

Hallo Sparx,

Zur Technik:
allgemeine Informationen Absorber

bezüglich:
Zitat von Sparx007:
Leider haben wir noch keine Wärmebedarfsrechnung, da wir noch weit von der Rohbaufertigstellung sind.


schaun Sie doch mal hier rein:
EnEV 2009
Danach klären Sie folgendes im Rahmen des Bauantrages:

a) Wird der Grundofen als regenerative Quellen nutzend anerkannt? Ich bin mir da nicht sicher, habe schon gegenteiliges gehört. Wenn nicht bräuchten Sie teure Solar- oder WäPu Technik zusätzlich.
b) Was haben Sie beantragt? Mindeststandard, KfW40, KfW60 ...??

Eigentlich dürfte ein Neubau gar nicht mehr abgenommen werden, der irrwitzige Mengen Holz, Gas oder sonstwas verschlingt. Leider scheint das in der Praxis nicht immer anzukommen B-((

Sollte bei der Wärmebedarfsberechnung etwas über 10.000kWh/Jahr rauskommen, jagen Sie den Planer zum Teufel. Dem Ofenbauer machen Sie eine Freude wenn Sie auf KfW40 zielen. Dann sollten Sie auf ca 6500kWh/Jahr und 6,5kW Heizlast kommen. So kommen Sie u.U. sogar mit einmal schüren am Tag hin.

Ich würde das Haus um den Ofen planen, dann fallen einige Heizkörper und Rohre gleich ganz weg.

Viel Spass

------------------------- Kelpin -------------------------
06.02.11, 11:28:03

budi

(Senior Member)

Zitat:
dann fallen einige Heizkörper und Rohre gleich ganz weg.


Und wie immer die Frage, was macht man zur Urlaubszeit? Mitten im tiefsten Winter...

Energie sparen?
06.02.11, 11:58:33

Kelpin

(Moderator)

Zitat:
was macht man zur Urlaubszeit?

Ich habe erstmal angenommen, daß dem Fragesteller das klar ist. Drei Tage überlebt ein gut gedämmter Neubau wohl auch so.
Ich hab für solche Fälle den alten Nachtspeicherkern im GO versenkt. Das ist im Neubau vermutlich auch nicht mehr zulässig??

------------------------- Kelpin -------------------------
06.02.11, 12:22:48

budi

(Senior Member)

"Ich habe erstmal angenommen, daß dem Fragesteller das klar ist."

Erstaunlich, wie oft daran nicht gedacht wird...

Energie sparen?
07.02.11, 08:01:16

stubenkater

(Senior Member)

Nun, für ein paar Tage kann man das (bestenfalls gedämmte) Haus auch per elektrischem Heizlüfter auf Fostschutz-Temperatur halten.

1-3 Grad im ganzen Haus reichen dafür angeblich sogar aus!

Und wenn man länger wegfährt, muss sich eh jemand mal um die Blumen etc. kümmern, und könnte dabei auch mal kurz den Grundofen anwerfen um die el. Heizlüfter für die nächsten Tage automatisch abschalten zu lassen.....

Die Heizlüfter würden dann ja auch nur zu Not, ggf. für ein paar Tage im Jahr oder ein paar Tage in Jahrzehnten im Zweifelsfall benötigt.

NUR für die Frostschutz-Geschichte lohnt sicherlich keine 8000 Euro teure Zusatzheizung ggf. mit thermischen Solaranalge und viel tralala ala Wärmepumpe....



16.02.11, 19:33:20

Mann

(Senior Member)

geändert von: Mann - 16.02.11, 21:23:04

N'abend zusammen,

bin heute Nachmittag, nach 6-wöchiger Abwesenheit, nach Hause zurück gekommen: 3°C hab' ich nach dem Öffnen
der Haustür drinnen gemessen, zwischendurch war es mit Sicherheit auch kälter. Habe keine automatische Heizung, nur eine elektrische "Rohrbegleitheizung" um die Wasseruhr (max. 20 Watt) gewickelt.

Katastrophe? Nö.

Kurz den Hauptwasserhahn geöffnet, Leitungen entlüftet, 3 Sicherungen für den Durchlauferhitzer reingeschraubt - fertig.

Und dann: den Holzofen angefeuert, 3 volle Ladungen nacheinander. Jetz hab' ich 20°C fast im ganzen Haus.

Wünsche eine wohlige Nacht.
lachen
16.02.11, 21:22:33

alpenwilli

(Senior Member)

Drei volle Ladungen nacheinander? Ist das denn gut für einen Grundofen?

Und immer eine warme Bude ... wünscht Alpenwilli! Meine Bilder bei Google http://picasaweb.google.de/alpenwilli
17.02.11, 06:15:12

budi

(Senior Member)

"NUR für die Frostschutz-Geschichte lohnt sicherlich keine 8000 Euro teure Zusatzheizung ggf. mit thermischen Solaranalge und viel tralala ala Wärmepumpe"

Naja, ist ja nicht nur der Urlaub, man kann ja auch mal krank werden oder gebrechlich, irgendwann im Leben ist man auch kaum noch in der Lage, soviel Holz zu schleppen. Davon abgesehen, einem Nachbarn würde ich nicht zumuten (würde ich auch nicht wollen), meinen Ofen zu feuern. Und je nach Nachbarschaft gibt es da unter Umständen auf im Laufe der Jahre niemanden (mehr), der das übernehmen würde.

Und wenn es dann an den Verkauf des Hauses geht, denke ich, ist eine fehlende "normale" Heizung sicher kein gutes Verkaufsargument.

Dann geistert ja auch bereits das Schreckgespenst der Holzknapheit durch die Lande, kurz und mittelfirstig sicher noch kein Problem, aber langfristig? Schon kann man jedenfalls deutliche Preissteigerungen erkennen. Nicht jeder macht sein Holz im Wald selber. Also bei aller Euphorie - den (weitblickenden) Verstand nicht ausblenden.

Aber letztlich muß das ja jeder selber wissen.


"bin heute Nachmittag, nach 6-wöchiger Abwesenheit, nach Hause zurück gekommen"

Ich bin nach keiner Woche Abwesenheit nach Hause gekommen und hatte Minustemperaturen in der Bude. Zugegeben, es gibt Null Dämmung. Aber die drei Grad waren ja auch der aktuelle Wert. Entscheidend wäre ein Minimumwert (es wurde ja bereits vermutet, daß es auch kälter war). Die Versicherung bedankt sich nämlich, wenn sie dann, wenn doch was passiert , zahlen soll.

Energie sparen?
17.02.11, 08:25:20

Mann

(Senior Member)

Hallo budi,

ich bin in allen Punkten Deiner Meinung, keine Frage. Mir ging es bloß um die "Panik" die gelegentlich entsteht, wenn jemand in diesem hochentwickelten Land versucht ohne vollautomatische Heizungsanlage zu leben. Jene halte ich für unangebracht angesichts z.B. der unbarmherzigen Abhängigkeit von der öffentlichen Stromversorgung - für mich im Falle eines eisigen Winters klar das größere "Risiko".

@ alpenwilli: ich besitze keinen Grund-, sondern einen Kombiofen. Der kann mehrere Abbrände, in angemessenem zeitlichen Abstand, ohne große Wirkungsgradverluste umsetzen.

Schönen Abend allerseits,

Mann
20.02.11, 22:17:11

Bisch

(Newbie)

geändert von: Bisch - 25.01.18, 06:52:43

Von wegen Panik und Ganzhausheizung.
Ich habe seit 5 Jahren einen GO von Kern und bin sehr zufrieden. Im Herbst trage ich 4 Ster ins Haus.
Ein Abbrand pro Tag genügt immer.
Mein Schornsteinfeger hat bestätigt:
Dies ist keine Heizung, sondern ein Tempel.
Mir wollte auch niemand so ein Ding als Heizung bauen.
Und ich habe freilich auch auf Absorber verzichtet,
um ganz sicher zu sein, dass es wirklich keine Heizung ist (wartungsfrei).

Im Keller werkelt eine Stiebel Eltron für Warmwasser.
Mit Umluft arbeitet diese das ganze Jahr mit dem idealen COP von 4. Ebenfalls bisher wartungsfrei. Meine Berechnung, dass ich damit schlimmstenfalls einen halben Ster
Holz in den Keller runter heize, hat sich bestätigt.
Bzw es dürfte eher viel weniger sein.
Das Haus ist freilich sehr gut gedämmt und zwei Töchter
in den entfernteren Eckzimmern oben verwenden eine Infrarotheizung als Ergänzung. Sie nennen es Wandheizung.

Die fallen bei den Heizkosten schon eher ins Gewicht.
Aber nur weil das Haus mit 7 Personen ganz ausgelastet ist.
Gleichzeitig öffnet der Sohn oben die Balkontür, weil er Frischluft will. Optimierung ist dann sinnlos.
Und ein Fenster öffnen ist halt doch bequemer für Kinder, als zweimal täglich Katzenkistli putzen.
Mit solchen 300€ macht diese "Ergänzung" etwa 30% der Heizkosten aus. Insgesamt alles aber immer noch ein Drittel von den Kosten ohne Dämmung und mit Ölheizung.
Und die Zusatzkosten für die unschöne Zusatzheizung mit Strom sehe ich nicht als Mangel am Gebäude, sondern Mangel in der Art der Nutzung bei dem gegebenen System.
Aber temporär z.B. für ein Baby ohne Schlafsack ist eine Zusatzheizung durchaus vom System her angedacht. Aber eben nur temporär. Aber der Teanager, der die Heizungskosten noch nicht selber zahlen hilft, ist ein Mangel in der Nutzung. Oder er gibt dem Heizungstechniker Recht, der sagt, dass es eben keine Ganzhausheizung ist.

Das Zuführen des täglichen Abbrands macht immer noch Spass. Ist jedenfalls ein Vielfaches angenehmer als z.B. das tägliche Raustragen des Mülls.

Und ich schleppe die 20kg nicht, sondern sie fahren die paar Meter durch das Haus. Wenn ich das nicht mehr schaffe, bin ich vermutlich in einer Pflegeanstallt besser aufgehoben.

Last but not least. Ich häng die Feder der Tür jedesmal aus. Weil der Abbrand ein Ritual ist, bei dem ich nicht gestört werden möchte. Ich häng sie aber auch jedesmal wieder ein, für den Fall, dass die Kinder erste Übungen im Heizen machen. Meine Frau stört die Feder aber nicht und sie macht das meistens.

Übrigens, seit die Umluft WP Warmwasser macht, ist Feuchtigkeit (Schimmel) im ungedämmten Untergeschoss kein Thema mehr. Und oben war es kein Thema mehr nach Dämmung und GO.

Zum Thema Lüftung. Man sieht oben die realen Probleme.
Tatsächlich fehlt dem Zimmer des Sohnes eine Öffnung im Balkontürrahmen. Kellertür inkl. Durchgang zum Keller und zum ungeheizten Dachstock sind undicht belassen. Und der Dachstock hat eine Öffnung ins Unterdach. Dadurch zirkuliert ständig Frischluft durch das ganze Gebäude und Lüften ist eigentlich nicht nötig ausser in Nasszellen. Klar haben Fachleute recht, die da eine Komfortlüftung empfehlen. Aber es geht auch anders und ist beim Umbau oft einfach nicht finanzierbar. Ganz vergessen darf man die Geschichte mit der Frischluft aber nicht, wenn man dämmt.
25.01.18, 05:36:36

lrep

(Member)

Hallo,

wahrscheinlich können andere mehr dazu sagen, aber ich glaube wenn der Grundofen die alleinige/Hauptheizung darstellt sind die Auflagen schwerer zu erfüllen (Messung etc.)!?


Ich habe auch vor kurzem gebaut und habe neben dem Grundofen noch eine Erdwäremepumpe in Eigenleistung verbaut. Meine Empfehlung wäre:

Lege in die Betondecken auf jeden Fall FBH Rohr (20x2, Kreislänge ca. 150m, Verlegeabstand ~30cm) (-> oberste Geschossdecke möglichst auch Beton). Das Kostet nur etwas Arbeit und das Rohr und trotzdem hast du dann eine sehr effektive Heizfläche für eine Grundtemperierung über Wärmepumpe oder auch Ofenabsorber. Da kannst du Problemlos direkt mit der Wärmepumpe oder Ofenabsorber reinfahren (beim Absorber evtl. Mischer vorschalten), Pufferspeicher für Heizung auf jeden Fall weglassen. Die Vorlauftemperatur kann sehr niedrig sein und der Selbstregeleffekt ist sehr groß. Man kann einzelne Räume zwar nur eingeschränkt mit unterschiedlichen Temperaturen fahren, dass ist aber im Neubau generell schwierig. Bei den Böden bist du dann auch ganz flexibel, ich habe bspw. zu großen Teilen Massivholzdielen auf Lagerhözern (kein Estrich).

Du kannst dann auch später noch wenn dir das Holzheizen leid wird eine Wärempumpe dranhängen. Oder halt direkt, du brauchst ja auch etwas für das Warmwasser. Nimm eine kleine preiswerte Luft-WP wie beispielsweise sowas: http://aquarea.smallsolutions.de

Ich habe bei mir beide Geschossdecken so beheizt und nur im Untergeschoss noch Fussbodenheizung (da wo eh auch Estrich ist). Vorlauftemperatur bisher max. 25°C! Haus etwas besser als EnEv Nieveau gedämmt. Wenn ich im Wohnzimmer mir sehr viel Mühe geben und 25°C mit dem Ofen erreiche liegt die Heizleistung der Decke automatisch bei 0 oder wird negativ (die ist ja max. 25°C warm).

Bei der Dämmung wenn möglich auch nicht sparen.

Gruß,
lrep
25.01.18, 13:22:15
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