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frido

(Member)

Hallo!

Nachdem ich jetzt schon einiges zum Thema "Öfen" gelesen habe, muss ich feststellen, dass es für mich als Laien nach wie vor eine recht komplexe Thematik ist.
Hintergrund ist, dass wir in der Anfangsphase einer Neubau-Planung sind und es steht schon länger fest, dass uns ein Grundofen sehr wichtig ist.
Das Haus mit ca. 170m² wird keinen Keller haben, sondern EG + OG + zunächst unausgebautes DG. Eine Grundrissplanung ist noch nicht gemacht, der Grundriss soll auch abhängig gemacht werden vom Grundofen und dessen idealem Standort.
Also wir räumen dem Grundofen einen sehr ohen Stellenwert ein und wollen unseren Grundriss danach planen. - So wie man wohl früher das Haus um den Ofen herum gebaut hat.

Vll. könnt ihr mir mit folgenden Fragen weiterhelfen:

- Mich würde mal grundsätzlich interessieren, ob man mit einem einzigen Grundofen allein über dessen Oberfläche (also ohne Wasserführung o.ä.) das gesamte EG sinnvoll heizen kann?
- Da wir tendenziell einen Grundriss mit geschlossenen Räumen anstatt eines offenen Grundrisses präferieren, ist das wohl für die Heizbarkeit des gesamten EGs mittels Grundofen eher schlecht? Müssten die Türen der Räume dann meistens offen stehen, damit es funktioniert?
- Lässt sich allgemein etwas zum optimalen Standort eines Grundofens sagen (wenn er möglichst viel des Hauses heizen soll), so dass dies bei der Grundrissplanung beachtet werden kann? Sollte der Grundofen so zentral im Haus stehen wie möglich?
- Wenn man möchte, dass möglichst viele Räume im EG optimal von der Strahlungswärme des Grundofens profitieren, sollte der Grundofen durch eine (oder mehrere) Wände "hindurchgebaut" werden? So dass er z.B. sowohl in die Küche als auch ins Wohnzimmer als auch in den Flur ragt?
- Dass bei schlechter Planung eine Gefahr der Unterdimensionierung des Grundofens besteht mit der Folge zu geringer Heizleistung, kann ich nachvollziehen. Interessant wäre, ob ein Grundofen auch überdimensioniert werden kann, oder ist das nicht so schlimm, da man ihn nicht ganz "auslasten" braucht?

Würde mich sehr über Antworten auf meine laienhaften Fragen freuen,
viele Grüße,
Frido
03.09.16, 17:50:30

nederbelg

(Senior Member)

geändert von: nederbelg - 03.09.16, 23:33:11

Hallo Frido,

Wilkommen im KachelofenForum!
Die meidte ihrer Fragen haben sie schon selber korrekt beantwortet, trotzdem versuche ich es auch noch mal:

Zitat von frido:
Hallo!

- Mich würde mal grundsätzlich interessieren, ob man mit einem einzigen Grundofen allein über dessen Oberfläche (also ohne Wasserführung o.ä.) das gesamte EG sinnvoll heizen kann?Ja das ist möglich, hängt aber immer von der örtliche gegebenheiten ab
- Da wir tendenziell einen Grundriss mit geschlossenen Räumen anstatt eines offenen Grundrisses präferieren, ist das wohl für die Heizbarkeit des gesamten EGs mittels Grundofen eher schlecht? Müssten die Türen der Räume dann meistens offen stehen, damit es funktioniert? Türen geöffnet ist meistens nicht genug; Strahlungswärme kommt nicht um "die Ecke". Mittels Hinterlüftung am Ofen kann ein Teil der Wärme durch Konvektion abgegeben werden, die verbreitet sich schon ein wenig durch Türöffnungen.
- Lässt sich allgemein etwas zum optimalen Standort eines Grundofens sagen (wenn er möglichst viel des Hauses heizen soll), so dass dies bei der Grundrissplanung beachtet werden kann? Sollte der Grundofen so zentral im Haus stehen wie möglich? Zentral wäre immer das Beste
- Wenn man möchte, dass möglichst viele Räume im EG optimal von der Strahlungswärme des Grundofens profitieren, sollte der Grundofen durch eine (oder mehrere) Wände "hindurchgebaut" werden? So dass er z.B. sowohl in die Küche als auch ins Wohnzimmer als auch in den Flur ragt?Auch hier haben sie schon selber die Antwort gegeben: "Jah"!
- Dass bei schlechter Planung eine Gefahr der Unterdimensionierung des Grundofens besteht mit der Folge zu geringer Heizleistung, kann ich nachvollziehen. Interessant wäre, ob ein Grundofen auch überdimensioniert werden kann, oder ist das nicht so schlimm, da man ihn nicht ganz "auslasten" braucht?Am besten korrekt dimensioniert! Etwas überdimensionier ist nicht so schlimm, wie sie selber schon sagten: mann braucht nicht immer die ganze Leistung ab zu rufen.

Würde mich sehr über Antworten auf meine laienhaften Fragen freuen,
viele Grüße,
Frido


Gr Nederbelg
03.09.16, 19:34:36

frido

(Member)

Nederbelg, vielen Dank für Ihre Antworten!

Zitat:
Am besten korrekt dimensioniert! Etwas überdimensionier ist nicht so schlimm, wie sie selber schon sagten: mann braucht nicht immer die ganze Leistung ab zu rufen.


Wie kann ich mir das als Laie vorstellen? Angenommen, der Grundofen wurde überdimensioniert, was konkret muss ich tun, damit der Raum/die Räume nicht zu heiß werden? Einfach weniger Holz reintun? Bedeutet weniger Holz denn geringere Temperatur oder bedeutet weniger Holz gleiche Tempertur wie bei viel Holz, aber kürzere Dauer der Wärmeabgabe?

- Was mich außerdem interessieren würde: Gibt es Kachelofen-Bauarten, die über 2 Stockwerke gehen, also durch die Decke?
- Wenn ja, was ist davon zu halten? Ist das eine gute Lösung, um beiden Stockwerken Strahlungswärme zukommen zu lassen?
- Könnte man bei einer solchen Bauart den Ofen ausschließlich vom EG befeuern (also auch "für" das OG?)
- Möchte man an manchen Tagen nur den Kachelofen-Teil im EG benutzen, kann man dann den OG-Teil "abriegeln", so dass dort keine Wärme hingelangt?

Danke für die Hilfe,
Frido

03.09.16, 22:35:49

nederbelg

(Senior Member)

geändert von: nederbelg - 03.09.16, 23:11:12

Zitat von frido:

Wie kann ich mir das als Laie vorstellen? Angenommen, der Grundofen wurde überdimensioniert, was konkret muss ich tun, damit der Raum/die Räume nicht zu heiß werden? Einfach weniger Holz reintun?Jah. Ein GO hat eine Maximum und eine Minimum Holzmenge die mann Feuern darf. Die Minimummenge ist normalerweise 50% der Maximalmenge. Abhängig von wie der Ofen ausgelegt ist, darf mann max.1 bis 3 mal pro Tag feuern. Mann kann also die Wärmeabgabe schon zwischen 100% und 16% variieren durch Aufgabemenge und interval.Theoretisch kann der Intervall auch noch größer als 1 Tag sein, wodurch dann die Wärmeabgabe noch kleiner als 16 % wird. Bedeutet weniger Holz denn geringere Temperatur oder bedeutet weniger Holz gleiche Tempertur wie bei viel Holz, aber kürzere Dauer der Wärmeabgabe?
Weniger Holz bedeutet kleinere Abgabe und kürzere Dauer

- Was mich außerdem interessieren würde: Gibt es Kachelofen-Bauarten, die über 2 Stockwerke gehen, also durch die Decke?Jah, die gibt es! Und die sind bei Neubau sogar sehr an zu befehlen!
- Wenn ja, was ist davon zu halten? Ist das eine gute Lösung, um beiden Stockwerken Strahlungswärme zukommen zu lassen?Das ist sogar die einzige Lösung um Strahlungswärme auf beide Stockwerke zu bekommen
- Könnte man bei einer solchen Bauart den Ofen ausschließlich vom EG befeuern (also auch "für" das OG?)Ein GO hat normalerweise nur ein Brennraum! in diesen Fall also im unteren Stockwerk
- Möchte man an manchen Tagen nur den Kachelofen-Teil im EG benutzen, kann man dann den OG-Teil "abriegeln", so dass dort keine Wärme hingelangt?Ganz theoretisch geht das, mittels Klappen im Zug/ Schornstein. Ob das jetzt wirklich sinn macht??? Der ofen kann so ausgelegt werden dass er im oberen Stockwerk weniger Wärme spendet. An Tagen im übergangssaison wo noch nicht soviel wärme gefragt ist, würde der Ofen automatisch auch weniger wärme abgeben im oberen Stockwerk weil mann ihm noch nicht zu 100% heizt



03.09.16, 23:01:28

nederbelg

(Senior Member)

geändert von: nederbelg - 03.09.16, 23:18:23

Frido,

Unter http://kern-keramik.de/kachelofen-forum/board.php?id=4&"finden sie ganz viele Infos über Grundöfen!
Zb. http://kern-keramik.de/kachelofen-forum/topic.php?id=1381& und:
http://kern-keramik.de/kachelofen-forum/topic.php?id=2240& und noch vieles mehr!

Ich vermute da finden sie noch mehr Antworten auf ihre Fragen! Wenn immer noch Fragen übrig sind: hier sind ganz viele Leute die gerne weiterhelfen.(Ich auch)

Gr Nederbelg
03.09.16, 23:05:41

Theo Kern

(Administrator)

Hallo frido.
Als erstes sollten Sie mal Ihren Wunschgrundriss zu Papier bringen (muss ja noch nicht genau sein) und posten.
Anhand dessen kann man zu dem Projekt mehr sagen.

Theo L. Kern theo.kern@kachelofen-profis.de http://www.kachelofen-profis.de Für direkten Kontakt bitte meinen E-Mail Link benutzen und eigene Kontaktdaten nicht vergessen. Auf halbanonyme Mails antworte ich nicht.
04.09.16, 08:24:53

frido

(Member)

@nederbelg
Vielen Dank für Ihre gut verständlichen Antworten. - Die helfen mir wirklich weiter.

Die von Ihnen geposteten Links werde ich mir in Ruhe durchlesen, um mein Verständnis zu vertiefen.

Ihre Bestätigung, dass ein Kachelofen über 2 Stockwerke möglich ist, und sogar sinnvoll ist (im Neubau), finde ich interessant. Ich habe zu einer solchen Bauart noch kaum Informationen finden können. Lediglich dieses Beispiel:
http://www.fachwerk.de/fachwerkhaus/wissen/grundofen-ueber-zwei-etagen-242176.html

Ich würde gerne eine etwas genauere bildliche Vorstellung von einer solchen Bauart bekommen, hätte also Interesse an Links, Photos, Erläuterungen etc., falls jemand hier weiterhelfen kann.

@TheoKern
Zitat:
Als erstes sollten Sie mal Ihren Wunschgrundriss zu Papier bringen (muss ja noch nicht genau sein) und posten.
Anhand dessen kann man zu dem Projekt mehr sagen.


Leuchtet mir ein. Frage mich immer wie hier eigtl die beste Vorgehensweise ist. Wenn ich dem Ofenbauer einen fertigen Grundriss vorlege, dann enge ich ihn womöglich bzgl optimaler Ofen-Platzierung mehr oder weniger ein.
Könnte es deshalb sinnvoll sein lediglich mit einem Raumprogramm (also welche Räume man im EG und OG haben möchte, aber ohne festgelegte Lage zueinander)an den Ofenbauer heranzutreten und dieser ordnet die Räume dann so an, wie er es aus "Grundofen-Sicht" für am besten hält? Und dann findet am besten eine Kommunikation zwischen Architekt und Ofenbauer statt, um den am besten praktikabelsten Grundriss zu finden?
Das alles vor dem Hintergrund, weil der Ofen eine zentrale Bedeutung haben soll, das Haus quasi um den Ofen herum gebaut werden soll. Also kurz: "Erst der Ofen, dann der Grundriss, anstatt erst der Grundriss, dann der Ofen"
Vermutlich meinen Sie das auch so mit erstem, nicht zu genauen Grundriss (was ich Raumprogramm nenne.

Danke und viele Grüße,
Frido
04.09.16, 11:50:57

nederbelg

(Senior Member)

geändert von: nederbelg - 04.09.16, 13:08:48

Hallo Frido,

Ich denke sie seihen bei Herr Kern sehr gur aufgehoben wenn sie eine kompetente Fachberatung möchten! Den Vorschlag mit dem Grundriss ist gar nicht so schlecht.

Fotos von GO über mehrere Stockwerke gibt es sicherlich im Netz, irgendwo!???? Ich habe mal geGoogelt: " Grundofen (oder Kachelofen)2 Stockwerke" da kamen schon ziemlich viel Fotos! Im Prinzyp sieht sowass gar nicht anders aus als wenn ein GO in mehrere Zimmer verbaut wird im selben Stockwerk.

http://www.bioenergie-promotion.fr/9084/principe-et-autoconstruction-d%E2%80%99un-poele-a-accumulation/

http://www.feusuisse.ch/de/speicherofen-kachelofen-_content---1--1024.html

http://www.bau.net/forum/kachelofen/11778.php





Normalerweise wäre dann in einer (oder zwei) der Räume eine Feuerungstür (mit oder ohne Glas) verbaut, in die andere Räume dann nur ein Ofenkörper. Die formliche gestaltung und die Verkleidung ist fast unlimitierd. Es kann nur eine "Wand" sein oder etwas wass aussieht wie ein Kamin oder eine Bank, oder,oder....

Am einfachsten ist sowass zu realisieren wenn der Ofen mitten im Grundriss steht und mehrere Wände sich kreuzen im Ofen. Der Ofen kann dann in mehere Zimmer zugleich in der Ecke stehen. Es gibt da aber sehr viel möglichkeiten.

Gr Nederbelg

04.09.16, 12:43:22

frido

(Member)

Hallo nederbelg,

Zitat:
Ich denke sie seihen bei Herr Kern sehr gur aufgehoben wenn sie eine kompetente Fachberatung möchten! Den Vorschlag mit dem Grundriss ist gar nicht so schlecht.


Nach Lesen in diesem Forum habe ich auch den Eindruck, hier an einer kompetenten Stelle gelandet zu sein und kann mir vorstellen, mit Herrn Kern konkretere Planungen zu machen.

Also bei mir kommt bei google nicht wirklich was brauchbares raus, aber Ihre Links waren super, so dass ich jetzt eine recht gute Vorstellung habe.
Das Stichwort scheint hiert zu sein "Sattelitenofen"

Zitat:
Am einfachsten ist sowass zu realisieren wenn der Ofen mitten im Grundriss steht und mehrere Wände sich kreuzen im Ofen. Der Ofen kann dann in mehere Zimmer zugleich in der Ecke stehen. Es gibt da aber sehr viel möglichkeiten.


Ja, so etwas schwebt mir vor.
Ich komm hier wirklich in meinem Verständnis Stück für Stück weiter. Super, Kompliment!

Ich ziehe jetzt mal folgendes Zwischenfazit für mich:

- Der Grundofen (in seiner einfachen Ausführung ohne Wasserführung, etc.) heizt nur den Raum, in dem er auch steht. "Die Wärme kommt nicht um die Ecke".
- Deshalb macht es Sinn den Grundofen möglichst zentral und so zu platzieren, dass er in mehreren Zimmerecken steht.
- Die (soweit ich es bis jetzt überblicke) wohl TECHNISCH SIMPELSTE Lösung die Wärme des Grundofens auch dem OG zukommen zu lassen, ist das Aufstellen eines Sattelitenofens im OG. Der Grundriss im OG ist idealerweise so, dass auch der Satellitenofen in möglichst viele Räume hineinragt.
- Soweit ich es verstehe, wird es auch bei optimaler Platzierung des Grundofens (und Satellitenofens) dennoch Zimmer/Bereiche geben, die der Grundofen nicht erreicht. M.a.W ein Heizen des GESAMTEN Hauses ausschließlich mit der direkten Strahlungswärme des Ofens funktioniert nicht, aber ein großer Teil kann - wenn geschickt platziert - so geheizt werden.

Wenn da Fehler in meinen Ausführungen drin sein sollten, dann Bitte um Korrektur.

Vielen Dank und Grüße,
Frido


04.09.16, 16:03:32

Theo Kern

(Administrator)

Vor allen Dingen kann der Grundofen den weit überwiegenden Teil der insgesamt nötigen Heizenergie leisten.

Theo L. Kern theo.kern@kachelofen-profis.de http://www.kachelofen-profis.de Für direkten Kontakt bitte meinen E-Mail Link benutzen und eigene Kontaktdaten nicht vergessen. Auf halbanonyme Mails antworte ich nicht.
04.09.16, 17:31:53

frido

(Member)

Zitat:
Vor allen Dingen kann der Grundofen den weit überwiegenden Teil der insgesamt nötigen Heizenergie leisten


Gilt diese Aussage auch, wenn man ihn ausschließlich in seiner Grundfunktion als Strahlungsofen nutzen möchte oder gehen sie von technischen Erweiterungen wie Wärmetauscher, Wasserführung, etc. aus?

Ich wünsche einen guten Wochen-Start,
Frido
04.09.16, 21:57:35

nederbelg

(Senior Member)

geändert von: nederbelg - 04.09.16, 22:54:39

Auch als "nur Stahlungsofen" kann ein GO ein Großteil der Heizlast übernehmen.
Überhaupt ist es nicht von bedeutung in welcher Form die Energie im Haus gebracht wird: ob Strahlung oder Konvektion, in beide Fälle erwärmt sich das Haus. 100% Straler gibt es sowieso nicht; jede heisse oder warme Oberfläche produziert auch konvektion. Beim GO viel weniger als zB. beim Kaminofen aber trotzdem immer noch etwas.

Die totale Heizlast liegt bei moderne Wohnungen oft deutlich unter 10kW, was für einen GO kein Problem darstelt, auch ohne Wasserführung usw.
Wasserführung hat nur Vorteile wenn mann die Wärme auch noch woanders (für zB. Bodenheizung im Bad, Brauchwassererwärmung) verwenden will.

Gr Nederbelg
04.09.16, 22:43:42

Theo Kern

(Administrator)

Zitat von frido:
Zitat:
Vor allen Dingen kann der Grundofen den weit überwiegenden Teil der insgesamt nötigen Heizenergie leisten


Gilt diese Aussage auch, wenn man ihn ausschließlich in seiner Grundfunktion als Strahlungsofen nutzen möchte oder gehen sie von technischen Erweiterungen wie Wärmetauscher, Wasserführung, etc. aus?

Ich wünsche einen guten Wochen-Start,
Frido


Ja, gilt auch dann.

Theo L. Kern theo.kern@kachelofen-profis.de http://www.kachelofen-profis.de Für direkten Kontakt bitte meinen E-Mail Link benutzen und eigene Kontaktdaten nicht vergessen. Auf halbanonyme Mails antworte ich nicht.
05.09.16, 05:41:21

Robert

(Senior Member)

Hallo nederbelg
Danke für Ihre interessanten Beiträge und insbesondere diesen Link:

Das Heizen über drei Stockwerke ist schon eindrücklich. Aber: Ist das Ganze auch handhabbar? Die Satelliten heizen sich verschieden schnell auf. Der Wärmebedarf in den verschiedenen Zimmer / Stcowerken ist verschieden und variiert mit der Zeit wahrscheinlich. Wenn ich wissen will, ob im UG Bedarf herrscht, muss ich nachmessen gehen und dann abschätzen, ob in 1 oder 2 Stunden Bedarf herrschen wird. Dasselbe im OG. Mit diesen Informationen sind dann während dem Abbrand die Rauchgasklappen zu bedienen. Im Aufstellungsstockwerk kommt noch hinzu, dass hier je nach Holzauflage und Intervall eine Wärmemenge (Feuerraum, Ofentüre) anfällt, die hier abzunehmen ist und nicht umgeleitet werden kann.
Je nach den Rauchklappenstellungen sind auch die Zuglängen verschieden. Und damit dürften auch der Wirkungsgrad variieren.
Unmöglich ist nichts. Ganz einfach wird so was aber nicht werden. Und findet sich überhaupt ein Ofenbauer, der so etwas hinkriegt? Der Nutzer selber muss sich auf einen langen Lernprozess gefasst machen.
N.B. Bis jetzt habe ich nirgends einen Hinweis gesehen, dass so oder so eine Abwesenheitsheizung notwendig ist.
Gruss Robert
05.09.16, 11:34:05

nederbelg

(Senior Member)

Zitat:
N.B. Bis jetzt habe ich nirgends einen Hinweis gesehen, dass so oder so eine Abwesenheitsheizung notwendig ist


So ein Hinweis gab es noch nicht, geredet wurde nur von " Uberwiegenden Teil der Energie", das hätte vielleicht etwas deutlicher dagestellt werden können.

Zitat:
Das Heizen über drei Stockwerke ist schon eindrücklich. Aber: Ist das Ganze auch handhabbar


Dieses Vorbild war nur als Wirkungsprinzyp gemeint. Im normalen Gebrauch wird das sicher seine Nachteile und besonderkeiten haben!

Zitat:
Der Wärmebedarf in den verschiedenen Zimmer / Stcowerken ist verschieden und variiert mit der Zeit wahrscheinlich.


Das ist eigentlich exakt wie es normal vorkommt: Wärme steigt und im 1. Stock braucht mann meistens weniger Wärme ( Bad ausgesondert) wodurch weniger Wärmeabgabe kein Problem oder sogar gewünscht ist. Wenn also das kälteste Teil des Ofens sich im 1. befindet, ist das meistens genau richtig.

Gr Nederbelg
05.09.16, 12:54:31

Robert

(Senior Member)

Zitat von nederbelg:

Dieses Vorbild war nur als Wirkungsprinzyp gemeint. Im normalen Gebrauch wird das sicher seine Nachteile und besonderkeiten haben!

Eigentlich wollte ich mit meinem Beitrag erreichen, dass sich frido oder andere durch so einfache schematische Darstellungen (auch der französische Text weist nicht auf die Problematik hin) nicht falsche Hoffnungen machen: nur am Rädchen drehen um etwas wärmer oder kälter zu haben geht da nicht.
Persönlich würde es mich interessieren, so etwas zu machen. Aber nur für mich: ich möchte die Folgen (die positiven und vor allem die negativen) selber tragen müssen.
Gruss Robert
05.09.16, 17:02:53

chrism

(Senior Member)

Wäre einem solchen Grundofen nicht eine Holzvergaserheizung (wenn Holz der Energielieferant sein soll) bei weitem überlegen was Komfort betrifft? Mit Wandheizung wäre die angenehme Strahlungswärme doch auch inklusive?
06.09.16, 09:11:19

nederbelg

(Senior Member)

geändert von: nederbelg - 06.09.16, 10:31:15

Wieso?
Ein Holzvergaser muss auch 1 oder mehrmals pro Tag bestückt werden, gleich wie ein GO. Also von bedienkomfort her gibt es kaum Unterschiede.
Vorteil eines Holzvergaser würde die einfachere Verteilung und regulierung der Wärme im Haus sein.
Nachteil die aufwendige Installation die damit zusammen hängt.(und dadurch die abhängigkeit von Strom)

Gr Nederbelg
06.09.16, 10:30:33

chrism

(Senior Member)

Zitat von nederbelg:
Wieso?
Ein Holzvergaser muss auch 1 oder mehrmals pro Tag bestückt werden, gleich wie ein GO. Also von bedienkomfort her gibt es kaum Unterschiede.
Vorteil eines Holzvergaser würde die einfachere Verteilung und regulierung der Wärme im Haus sein.
Nachteil die aufwendige Installation die damit zusammen hängt.(und dadurch die abhängigkeit von Strom)

Gr Nederbelg


Hatte mich nicht gut ausgedrückt. Ich meinte natürlich auch die Verteilung und Regulierung der Wärme. Anfeuern müsste man wohl beide Varianten 1 - 2 mal täglich.
06.09.16, 10:54:16

frido

(Member)

Zitat:
Unmöglich ist nichts. Ganz einfach wird so was aber nicht werden. Und findet sich überhaupt ein Ofenbauer, der so etwas hinkriegt? Der Nutzer selber muss sich auf einen langen Lernprozess gefasst machen.


Ich denke auch, dass es möglich sein müsste.
Nur welcher Ofenbauer hat mit einer solchen Ausführungsart wirklich Erfahrung?

Zitat:
Eigentlich wollte ich mit meinem Beitrag erreichen, dass sich frido oder andere durch so einfache schematische Darstellungen (auch der französische Text weist nicht auf die Problematik hin) nicht falsche Hoffnungen machen: nur am Rädchen drehen um etwas wärmer oder kälter zu haben geht da nicht.


Was mich besonders an dieser Satelliten-Bauart reizt, ist der low-tech-Ansatz. Soweit ich es bis jetzt überblicke, handelt es sich hierbei um die technisch primitivste Art, mehrere Stockwerke mit einem Grundofen zu heizen (in unserem Neubau-Fall wären es EG und OG, später evtl. noch DG).
Klar ist mir, dass man bei einer solchen Lösung auf perfekte Feineinstellungen verzichten muss, wie sie mit mehr Technik möglich wären. Solange die Satelliten-Bauart sowohl im EG als auch im OG einen großen Teil der benötigten Wärme liefern, wäre für mich das Ziel wohl erreicht. Für alles andere ist dann die zusätzlich installierte normale Heizung zuständig.
- Aber ich merke auch, dass die Sache nicht ganz einfach ist und hier wohl viele Aspekte beachtet werden müssen. Und dass ein absoluter Kenner das bauen sollte.

Jedenfalls scheinen mir solche Öfen tatsächlich gebaut zu werden und sind keine bloße Phantasie. Ich würde die Sache gerne weiterverfolgen, eben wegen dieser mich sehr ansprechenden Einfachheit.
06.09.16, 22:18:44
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