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sonicer

(Member)

Hallo zusammen,

bei einem kleinen (85m²) Neubau bin ich mir unschlüssig über das sinnvollste und wirtschaftlichste Heizkonzept.
Wir sind seit Jahren zufriedenen Nutzer von einem Grundofen, der fast das ganze Haus (lediglich im Bad gibt es eine Elektroheizung) beheizt, wir kennen und schätzen die Vorteile eines Grundofens.

Wenn Geld keine Rolle spielen würde käme beim Neubau eine Wärmepumpe samt Fußbodenheizung, eine Photovoltaikanlage und ein Grundofen zum Einsatz.

Auch bei der zu erwartenden geringen Heizlast (verutlich unter 4KW) könnte ein Grundofen (bspw. Kleingrundofen in der schweren Ausführung mit 3KW) gute Dienste leisten. Die FBH wäre dann nur eine Ergänzung für Nebenräume.

Die Variante Wärmepumpe+FBH liegt preislich in einer ähnlichen Region wie Grundofen+Schornstein, beides Varianten zusammen werden leider zu teuer.

Eine andere Möglichkeit wäre Grundofen und eine günstige Klima-Split Warmluftheizung als Ergänzung bzw. Heizmöglichkeit in Abwesenheit. Hier bin ich mir aber unsicher, ob die Klima-Split Heizung nicht durch Lärm und ‚warmem‘ Luftstrom nervt.

Und schließlich noch die Variante mit Wärmepumpe‘, FBH und ein möglichst günstiger Schweden- Kamin- oder sonstiger ‚Warmluftbläser‘. Mir ist bewusst, dass diese Öfen keine richtige Holzheizung sind, keine Speicherung vorhanden ist usw. Auf der anderen Seite würden selbst ein paar Kilo abgebranntes Holz und als Warmluft abgegebene Energie einen Teil der Heizlast decken können. Und der Unterschied von 7.000€ zu einem vernünftigen Grundofen ist leider nicht zu vernachlässigen.

Mit der Variante komplett auf einen Holzofen zu verzichten kann ich mich nicht so recht anfreunden, vielleicht ist die günstige Kaminofen-Varainte doch eine Option ;-(

Grüße
Michael
08.01.18, 14:08:12

BauerW

(Senior Member)

Moin.
85qm Grundfläche oder Wohnfläche? Ich vermute ein kleiner Bungalow?
Wenn die Frage nach sinnvoll und wirtschaftlich gestellt wird, kommt ein Holzofen nicht in Frage. Die Kosten hierfür dürften in etwa so hoch sein, wie eine Gasheizung samt FBH die Kosten für Gas sind ebenfalls deutlich niedriger als für Holz (es sei denn, Du legst hier selbst Hand an und hast idealerweise noch einen Wald).

Die wirtschaftlichste Lösung wäre, für sich isoliert betrachtet, eine Gastherme. Allerdings wird hiermit die Vorgaben des erneuerbare Energien Gesetzt nicht eingehalten, außer Du verringerst durch extreme Dämmung die Transmissionsverluste auf ein sehr niedriges Niveau. Damit steigen aber natürlich wieder die Baukosten. Alternativ bekommst dann die WW Solarmodule aufs Dach, dann stimmt die Rechnung wieder, kostet aber natürlich ebenfalls zusätzlich.
Hier kommt die LWWP wieder ins Spiel, man müsste beide Optionen durchrechnen und vergleichen. Auch hinsichtlich der Wartungsfreiheit einer WP, Kosten des Gasanschlusses etc.
Den Grundofen würde ich davon unabhängig sehen. Er ist ein Faktor, der für Behaglichkeit und Wohnqualität sorgt, einen Raum auch optisch aufwerten kann. Die gesparten Heizkosten werden den finanziellen Aufwand nicht einspielen.
Rechenbeispiel: Ich hatte 2016 in unserem 2015er Neubau mit 184qm Wohnfläche, gebaut mit 42cm T8 Ziegel, Gaskosten i.H.v. 486€ (Inkl. 120€ Grundgebühr).
Die Holzkosten um ca. 50qm davon zu beheizen betrugen ca. 250€. Der Ofen schlug mit 8600€ zu Buche, wird sich also in hundert Jahren nicht rechnen.
Bezüglich der gesteigerten Wohnqualität war er sein Geld aber allemal wert freuen
08.01.18, 18:11:36

sonicer

(Member)

Vielen Dank für die Rückmeldung.
Eine Gastherme kommt nicht in Betracht (kein Anschluss vorhanden und Buddeln erscheint zu aufwändig).
Eine kleine Luft-Wasser-Wärmepumpe dürfte nicht teurer kommen.
Vielleicht lassen wir auch einfach mal einen Schornstein bauen und hängen einen 'billigen' Baumarktofen dran und eventuell kommt in ein paar Jahren ein richtiger Grundofen.

Leider gibt es in einer mittleren Preisklasse zwischen Baumarkt, Schwedenöfen und richtigen Grundöfen kaum sinnvolle Möglichkeiten. Die gängigen Speicheröfen kosten oft auch um die 6.000 (da kann gleich ein kleiner Grundofen her) aufwärts und die vom Marketing beworbenen Öfen um die 2-3.000 überzeugen auch nicht
09.01.18, 11:13:57
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